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Stream über Internet ruckelt stark

  • Hi,

    ich wollte gestern aus dem Urlaub mal kurz Formel 1 von meiner Dreambox streamen. Nachdem ich Port 8001 freigegeben hatte, startete der Stream auch - hängt aber alle paar Sekunden für einen Moment.

    Flüssig Fernsehen ist so nicht möglich.

    Die dortige Leitung brachte lt. Speedtest ca. 200Mbit/s, mein Upload Zuhause ca. 35Mbit/s (eben bestätigt mit 1GB Testfile via SCP nach extern).

    Das alles ohne Transcoding und irgendwelchen Spielchen. Streaming via Webinterface mit VLC. Ich habe auch versucht, VLCs Buffer zu erhöhen, das brachte aber auch nur wenige Sekunden Besserung.

    Wo kann ich hier ansetzen? Zuhause läuft der Stream flüssig.


    DM800SEv2

    Enigma2: 2016-06-16

    Image: Experimental 2017-02-17

  • Du wirst da keine Chance haben, ich habe mit meinem 40er Upload die gleichen Probleme beim Live-TV direkt über das Webinterface.

    Ich verbinde mich mit http://ip/stream auf die Box, habe dort eine für mich ansprechende Bitrate eingestellt, so dass ich über VPN das Live-Bild streamen kann.

    Mir ist es auch nicht klar, warum ich im Homenetz direkt über das Webinterface streamen kann und sobald ich außer Haus bin das nur mit Transcoding hinbekomme. (ich hatte übrigens auch an den Buffer-Werten von VLC rumgespielt)


    Interessanterweise kann ich beispielsweise Movie-Aufnahmen von der Festplatte direkt streamen, also ohne Transcoding, aber das läuft auch nicht über den Server von Enigma2, der stellt nur die Verbindung her.


    Also lange Rede kurzer Sinn: ich habe es nicht hinbekommen, ohne Transcoding zu ein Live-Bild zu streamen. Nutze am besten also http://ip/stream mit einem Browser Deiner Wahl.

  • Okay schade. Ich habe noch von ein Lösung gelesen, die einen externen VLC-Server erfordert.

    Ich würde natürlich bevorzugen, wenn ich das mit der Box hinbekomme.


    Eigentlich müssten 30Mbit/s ausreichen - finde ich. Oder womit ist die Box noch so beschäftigt?

  • Das Problem stellt sich ganz einfach dar: Hier greift die Upstreambandbreitenerkennung seitens des Providers. Praxisbezogenes Beispiel: Bevor diese Spielchen begannen, konnte ich bereits vor Jahren (Wilhelm Tel in HH, 100MBit/s down, 10M Bit/s up) stundenlang TV auf der Arbeit schauen, indem ich mit VLC die heimische Dreambox benutzte.


    Mittlerweile ist man zwar noch nicht ganz bei einer full content inspection wie in den arabischen Emiraten/China angelangt, jedoch erkennt man trotzdem Upstream Traffic recht schnell und bremst diesen aus, sofern das Ziel nicht auf der Whitelist steht (diverse Speedtests, Cloud Hoster ...) Da hilft auch kein (oft empfohlener) Portwechsel um das zu umgehen. Upstream ist ein vergleichsweise teures Gut aus deren Sicht. Sofern du nicht gerade einen gewerblichen (teuren) Vertrag hast, wird ab einem bestimmten Volumen+Speed gebremst. Das siehst du recht einfach, indem du bei solchem Traffic die in die Höhe schnellenden Latenzzeiten bewundern darfst.

  • Hmm, das wäre ja nicht so der Knaller.

    Ich bin bei Unitymedia und habe die Power-Upload Option gebucht (Hauptsächlich, weil man damit volles IPv4 bekommt).

    Wäre ja völlig schwachsinnig, wenn ich dann im Upstream begrenzt werde.

  • Buchen kannst du viel. Ob das Bezahlte dann auch verfügbar ist, steht auf einem anderen Blatt. Beim örtlichen Kabelanbieter hier bricht zur Feierabendzeit die Internetgeschwindigkeit nachvollziehbar auf bis zu 1Mbit/s down, 500kB/s up zusammen, egal welcher Superduper-Vertrag dir aufgeschwatzt wurde. Bei solch überbelegten Netzen hilft eigentlich nur Netzausbau, stattdessen versucht man sich mit Klauseln wie (Geschwindigkeit BIS ZU ...) vertraglich abzusichern und steuert mit Load Balancing gegen.


    Vor nicht allzu langer Zeit wollten Provider wie die Telekom noch Freikaufsummen von oft genutzten Anbietern wie Youtube, damit diese nicht in die Ausbremsung rutschten. Bei Upstreaming ist die Sache noch unübersichtlicher. Manche Anbieter auf dem Markt sind dann wenigstens so "ehrlich" und bieten dort dann nur Geschwindigkeiten von 2MBit/s-12MBits/s an (Telecolumbus/Pyur) - in vollem Bewußtsein der Kapazitäten ihres Netzes.


    Im Hintergrund sieht es so aus, das Internetprovider ständig Auslastungsstatistiken im Auge haben. Bei Engpässen können sie in der Netzplanung dann bspw. gegensteuern mit Mitteln wie "ich buche die nächsten 24h eine 1GB/s Dark Fibre zum Knoten dazu, es wird eng." So was kostet richtig Geld, also lässt man es gerne laufen und/oder bremst aus.

  • Ich will mein Geschreibsel ja auch nicht als allgemeingültig verstanden wissen. Allerdings habe ich ein paar Jahre Software für Netzplanung geschrieben und entsprechende Einblicke in die Praxis der Internetprovider :undweg:


    Inwieweit die Software einer Dreambox fehlerredundant/stabil ist, steht auf einem anderen Blatt. Da halte ich mich raus. Ist wohl alles nur mit dem Lieblingskind der Linuxgemeinde VLC getestet, wenn überhaupt. :kotz:

  • So meinte ich das nicht mit meinem "das glaube ich nicht" :)

    Ich glaube nur, dass das bei mir nicht das Problem ist. Also irgendwas läuft mit dem Streamproxy 8001 falsch auf der Box, ich weiss nur nicht, warum. Weil im Homenetz geht es ja...echt eigenartig :)

  • Ich habe bei einem der "Grossen" gearbeitet, und hatte direkten "Einblick":D


    In den Upstream wird nicht eingegriffen oder gar "gebremst", das wäre ja noch schöner;)

    Habe auch Festnetz-Wettbewerber getestet/geprüft, ebenfalls FullSpeed wie gebucht.


    Jedoch kann ich nicht für die Kabelanbieter sprechen, die wie bekannt so schon auf Grund "SharedMedium" so ihre "Tücken" zeigen.


    Ich habe das ebenfalls wie Dr.Best getestet und komme ebenso zum gleichen Ergebnis: irgendwas stimmt mit dem Streamproxy nicht:think:


    Reichi/Ghost haben grad aber andere Sorgen:roll:

  • Ich bin bei Unitymedia, weil die zumindest bei mir immer das liefern, was bestellt ist.... kurzer Test: 314Mbit/s Down, 34Mbit/s Up.... Und das noch mit WiFi dazwischen.


    Auch ich sehe das Problem erstmal nicht bei versprochenen, aber nicht eingehaltenen Leistungen.


    Heute im Büro habe ich den Stream mal über den Windows Media Player gestartet.

    Das lief dann anders unflüssig: bufferte erstmal eine ganze Weile und dann gab es immer mal "schwarze Blitze".

    Unten stand was von Wiedergabe mit 40000 kBit/s. Wenn das die tatsächliche Streamingrate ist, braucht man sich nicht wundern.

    Informationen zu dieser Zahl habe ich aber nicht gefunden.

  • Naja, also soooo viele Jahre ist für Otto Normalverbraucher eine Uploadgeschwindigkeit, die Steaming (theoretisch) vernünftig denkbar erscheinen lässt, nun auch noch nicht verfügbar.


    Selbst heute habe ich im Upstream „nur“ 10 MBit. Reicht (mir) aber auch. Will sagen: Streamen außerhalb des Heimnetzes war mir vor Transcoding nicht wirklich möglich. Und so gehts sicherlich vielen Nutzern.


    Heutzutage möchte ich das „Fernsehen in der Hosentasche“ (dreamplayer auf dem Androidhandy, per VPN ins Heimnetz) allerdings nicht mehr missen. Nutze ich tatsächlich mehrmals monatlich.


    Für mich war und ist Transcoding daher eines der gewinnbringendsten Features seit der Boxengeneration 7080/820.